Grünstrom-Marktmodell

Eines der wesentlichen Ziele der laufenden EEG-Novellierung ist die Marktintegration der Erneuerbaren Energien. Dazu wird die verpflichtende Direktvermarktung auf Basis der gleitenden Marktprämie eingeführt. Gleichzeitig wird das sogenannte Grünstromprivileg, das bisher die Belieferung von Kunden mit Strom aus EEG-Anlagen ermöglicht hat, gestrichen. Das bedeutet, dass es künftig außer im Rahmen der wirtschaftlich nur in Ausnahmefällen tragfähigen sonstigen Direktvermarktung nicht mehr möglich sein wird, Strom aus EEG-Anlagen als Grün- oder Ökostrom an Stromkunden zu verkaufen.

Die Unternehmen Naturstrom, Greenpeace Energy, EWS und Clean Energy Sourcing haben sich auf die Zusammenführung der bisher diskutierten Modelle zu einem gemeinsamen Vorschlag für ein Grünstrom-Marktmodell geeinigt. Dazu wurden aus dem Kundenmarktmodell die Spotmarktunabhängigkeit und aus dem Ökostrommarktmodell der besondere Integrationsanreiz durch die Integrationszahlung übernommen. Grundidee des Modells ist es, Stromversorgern die Wahlmöglichkeit zu geben, den Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung in Deutschland entweder durch die Zahlung der EEG-Umlage oder durch die anteilige, direkte Abnahme von EEG-Strom zu seinen Durchschnittskosten zu fördern.

Grünstrommarkt-Modell
Grünstrommarkt-Modell

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Herr Daniel Hölder
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