Pressemittelung

Leipzig, 17. Dezember 2015

Flexible Erzeuger und Verbraucher sichern zur Weihnachtszeit die Stromversorgung

Auch in diesem Jahr haben die deutschen Übertragungsnetzbetreiber den Bedarf an Regelenergie zur Weihnachtszeit erhöht. Für die Sicherung der Netzstabilität zur Festzeit steht der Regelenergiepool der Clean Energy Sourcing AG (CLENS), in dem zahlreichen Erzeuger, Verbraucher sowie Speicher vernetzt sind, rund um die Uhr bereit.

In den Weihnachtsferien läuft auch bei vielen Energieunternehmen der Betrieb auf Sparflamme. Häufig werden Erzeugungs- und Verbrauchsprognosen während der Feiertage nicht regelmäßig aktualisiert. Kurzfristige Veränderungen der Wetterlage bleiben dann unberücksichtigt – hierdurch entstehen Schieflagen im System, die einen erhöhten Bedarf an Regelenergie verursachen. „Aufgrund der Erfahrungen in vergangenen Jahren wurden für die Feier- und Brückentage 300 bis 500 Megawatt zusätzliche Regelleistung ausgeschrieben“, erklärt Matthias Karger, Leiter des Business Development bei CLENS. Da während der Weihnachtszeit auch viele Industriebetriebe ihre Produktion herunterfahren, was zu einer geringeren Stromnachfrage führt, und gleichzeitig saisonbedingt viel Windenergie erzeugt wird, stehen viele konventionelle Kraftwerke still. Der erhöhte Regelenergiebedarf muss in dieser Zeit demnach von anderen Akteuren gedeckt werden. Beispielsweise durch den Regelenergiepool der CLENS.

„Die Flexibilität des virtuellen Kraftwerks von CLENS wird zwischen Weihnachten und Dreikönig verfügbar sein und für die Übertragungsnetzbetreiber zur Stabilisierung der Stromnetze bereit stehen. Denn als einer der größten Direktvermarkter von erneuerbaren Energien in Deutschland ist unser Handelsraum auch über Weihnachten rund um die Uhr besetzt“, so Karger. Damit ist nicht nur gewährleistet, dass jede Prognoseabweichung unverzüglich im Intradayhandel ausgeglichen wird. Zusätzlich wird die Einsatzbereitschaft des virtuellen Kraftwerks sichergestellt um größere Schwankungen im Netz auszugleichen. Karger betont: „Während der Feiertage wird deutlich, dass selbst in angespannten Netzsituationen mit hoher erneuerbarer und geringer konventioneller Stromerzeugung dezentrale Erzeuger, flexible Verbraucher und Speicher für eine Systemstabilität und Versorgungssicherheit sorgen können.“

Dank des Pool-Konzepts von CLENS können steuerbare dezentrale Erzeugungsanlagen wie Biomasse- und KWK-Anlagen, größere Verbraucher sowie Energiespeicher ihre Erzeugung und ihren Verbrauch am Markt ausrichten und mit der Systemdienstleistung Regelenergie zusätzliche Erlöse generieren. Dies umfasst bei CLENS die Vermarktung positiver und negativer Sekundär- und Minutenreserve. „Mit der Vermarktung positiver Sekundärregelleistung haben insbesondere Betreiber von Biogasanlagen die Möglichkeit, ihr Anlagenpotenzial vollständig und ertragreich zu nutzen. Denn viele von ihnen haben aufbauend auf der Flexibilitätsprämie die installierte Leistung ihrer Anlagen in den vergangenen Monaten erweitert. Aber auch für Betreiber anderen Anlagentypen wie z. B. Notstromaggregaten ist die Teilnahme an diesem Markt sehr interessant“, erklärt Matthias Karger.

Unvorhergesehene Schwankungen zwischen der Einspeisung und Entnahme des Stroms im Netz werden durch Regelenergie kurzfristig ausgeglichen, um so die Frequenz im Stromnetz bei 50 Hertz zu halten. Hierzu erhöhen oder senken die Lieferanten der sogenannten Regelenergie im Bedarfsfall kurzfristig ihre Erzeugungsleistung bzw. ihren Verbrauch. Es wird, je nach geforderter Aktivierungsgeschwindigkeit zwischen Primär-, Sekundär- und Minutenreserveleistung unterschieden.

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